UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT: Welches ist das Bessere 4-Bay-NAS?

LGR Reutlingen – 12 Juni 2026 | UGREEN hat sein NAS-Lineup erneut erweitert und mit dem DXP4800 Pro und dem DXP4800 GT zwei neue 4-Bay-Modelle auf den Markt gebracht, die sich in puncto Prozessor, Anschlussvielfalt und Zielgruppe deutlich unterscheiden. Die Frage „UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT – Welches ist das Bessere 4-Bay-NAS?“ beschäftigt derzeit viele Anwender, die auf der Suche nach einem leistungsfähigen Netzwerkspeicher für zu Hause oder das kleine Büro sind. Wir haben beide Geräte über mehrere Wochen im Test gehabt und zeigen die Unterschiede auf.
Beide NAS-Gehäuse sind äußerlich nahezu identisch: Sie messen 257 × 178 × 178 Millimeter, verfügen über vier 3,5-Zoll-SATA-Einschübe, zwei M.2-NVMe-Steckplätze, einen SD-Kartenleser sowie je einen USB-C- und USB-A-Anschluss auf der Vorderseite mit 10 Gbit/s. Auf der Rückseite finden sich bei beiden ein HDMI-Ausgang und ein 150-Watt-Netzteil. Der auffälligste optische Unterschied sind die goldenen Akzente beim GT und die schwarzen beim Pro. Doch unter der Haube trennen sich die Wege.
UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT: Prozessor und Leistung
Das DXP4800 Pro setzt auf einen Intel Core i3-1315U aus dem Jahr 2023 mit sechs Kernen und acht Threads (maximal 4,5 GHz). Das DXP4800 GT hingegen verwendet einen AMD Ryzen Embedded R2514 aus dem Jahr 2022 mit vier Kernen und acht Threads (maximal 3,7 GHz). Auf dem Papier liegt der Intel-Prozessor vorn, doch in der Praxis kommt es auf den Einsatzzweck an. Bei der Hardware-Transkodierung von Videos über Jellyfin zeigte der Intel-Chip mit Quick Sync eine etwa doppelt so hohe Framerate wie der AMD-Chip mit VA-API – 160 fps gegenüber 80 fps bei einem Testvideo. Wer also viel mit Medienservern arbeitet, profitiert vom DXP4800 Pro.
Der AMD-Prozessor im GT bietet dafür 16 PCIe-3.0-Lanes, der Intel-Chip 20 PCIe-4.0-Lanes. Das bedeutet mehr als doppelte Bandbreite für schnelle SSDs beim Pro. Dennoch hat das GT einen entscheidenden Vorteil: Es verfügt über zwei 10-GbE-LAN-Anschlüsse, während das Pro nur einen 10-GbE- und einen 2,5-GbE-Port bietet. Für Umgebungen mit hohem Netzwerkdurchsatz ist das GT daher besser gerüstet.
Speicher und Erweiterbarkeit
Beide Modelle werden mit 8 GB RAM ausgeliefert – das Pro mit DDR5-5600 (erweiterbar auf 96 GB), das GT mit DDR4-3200 (erweiterbar auf 64 GB). Das GT unterstützt zudem ECC-RAM, was für datenbankintensive oder unternehmenskritische Anwendungen ein Plus ist. Allerdings ist der vorinstallierte RAM kein ECC-Speicher. Ein weiterer Unterschied: Das GT kann in zwei der vier Festplatteneinschübe U.2-NVMe-SSDs aufnehmen, die deutlich höhere Schreib- und Lesefestigkeit bieten als M.2-SSDs. Das Pro beschränkt sich auf SATA und M.2. Wer also mit vielen Schreibzugriffen oder Datenbanken arbeitet, für den ist das GT die bessere Wahl.
Das Systemlaufwerk ist beim GT ein fest verlöteter 64-GB-eMMC-Speicher, der langsam und nicht austauschbar ist. Beim Pro sitzt das System auf einer separaten, austauschbaren M.2-NVMe-SSD (128 GB), die schneller ist. Für den Betrieb mit UGOS Pro spielt das kaum eine Rolle, wer aber ein alternatives Betriebssystem installieren möchte, sollte das Pro bevorzugen.
Stromverbrauch und Lautstärke
Im Leerlauf ohne Festplatten verbraucht das GT rund 25 Watt, das Pro etwa 28 Watt. Unter Last (CPU 100 %) steigt der Verbrauch auf 60–75 Watt beim GT und auf 80–85 Watt beim Pro. Die Lautstärke ist bei beiden vergleichbar: Im Idle um die 35–38 dBA, unter Last um die 42 dBA. Die Lüfter sind selbst bei Dauerlast kaum hörbar, da das Kühlkonzept sehr effizient ist.
Preis und Fazit
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt beim DXP4800 Pro bei 909,99 Euro, aktuell ist es für 727,99 Euro erhältlich. Das DXP4800 GT kostet regulär 659,99 Euro, zum Start mit einem Rabattcode 527,99 Euro – also rund 200 Euro günstiger. Wer viel Rechenleistung und schnelle M.2-SSDs benötigt, greift zum Pro. Wer auf doppeltes 10-GbE, U.2-Support und ECC-RAM Wert legt, ist mit dem GT besser beraten. Einen klaren Sieger gibt es nicht – die Wahl hängt vom individuellen Profil ab. Für professionelle Creator oder kleine Unternehmen, die Videos direkt auf dem NAS schneiden oder Datenbanken betreiben, ist das GT in Kombination mit U.2-Laufwerken eine hervorragende Lösung, ohne gleich einen 19-Zoll-Rack-Server anzuschaffen.
Beide Geräte setzen die erfolgreiche NAS-Reihe von UGREEN fort und bieten eine ausgereifte Software sowie einfache Inbetriebnahme. Die Entscheidung zwischen UGREEN NAS DXP4800 PRO vs. DXP4800 GT – Welches ist das Bessere 4-Bay-NAS? – muss jeder für sich selbst treffen. Der Preisunterschied von rund 200 Euro gibt jedoch eine klare Richtung vor: Für die meisten Heimanweder und kleine Büros ist das GT das attraktivere Angebot.
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