UGREEN GT: Netzwerkspeicher erweitert die NAS-Serie um schnellere Modelle

LGR Reutlingen – 15 Juni 2026 | Netzwerkspeicher UGREEN erweitert NAS-Serie um schnellere GT-Modelle und richtet damit ein klares Signal an alle, die im Heimnetz große Datenmengen verwalten, 4K‑ oder 8K‑Videos bearbeiten und gleichzeitig mehrere Dienste betreiben wollen. Mit dem DXP4800 GT und dem kompakteren DXP2800 GT setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus leistungsstarken AMD‑Ryzen‑Prozessoren, Dual‑10‑Gigabit‑Ethernet und einer flexiblen Speicherarchitektur, die sowohl SATA‑HDDs als auch U.2‑ und M.2‑SSDs unterstützt.
Netzwerkspeicher UGREEN erweitert NAS-Serie um schnellere GT-Modelle
Die beiden neuen Modelle ersetzen die Vorgängerversionen DXP4800 und DXP2800. Das DXP4800 GT bietet vier Laufwerksschächte mit einer maximalen Kapazität von 144 Terabyte, während das DXP2800 GT mit zwei Einschüben besonders für Nutzer mit begrenztem Raumangebot attraktiv ist. Beide Geräte sind mit einem AMD Ryzen Embedded R2514 ausgestattet – einem Quad‑Core‑Chip mit acht Threads, der für Dauerbetrieb optimiert ist und neben klassischen Dateidiensten auch Container‑Applikationen, Videokonvertierung und Datensicherungsaufgaben parallel bewältigen kann.
Ein entscheidender Unterschied zu herkömmlichen NAS‑Lösungen ist die Verfügbarkeit von bis zu zwei 10‑Gigabit‑Ethernet‑Ports. Damit lassen sich große Foto‑ und Videobibliotheken in einem Bruchteil der Zeit übertragen, die ein herkömmliches Gigabit‑Netzwerk benötigen würde. Für professionelle Anwender, die Rohmaterial in 4K oder 8K direkt auf dem NAS bearbeiten wollen, bedeutet das, dass ein lokales Zwischenspeichern überflüssig wird – ein klarer Effizienzgewinn.
Technische Highlights der GT-Modelle
- Prozessor: AMD Ryzen Embedded R2514, 4 Kerne, 8 Threads, energieeffizient für 24/7‑Betrieb.
- Netzwerk: Dual 10 GbE, Unterstützung für Link Aggregation.
- Arbeitsspeicher: 8 GB DDR4 mit ECC‑Support, erweiterbar auf bis zu 64 GB.
- Speicheroptionen: 4‑Bay‑ bzw. 2‑Bay‑Konfiguration, kompatibel mit SATA, U.2 und M.2 NVMe‑Laufwerken.
- Zusatzfunktionen: Integrierter SD‑Kartenleser beim DXP4800 GT, native Unterstützung für Home‑Assistant, Plex, Paperless und Überwachungssysteme.
Der ECC‑Arbeitsspeicher (Error‑Correcting Code) ist ein Merkmal, das bislang vor allem in Unternehmens‑Servern zu finden war. Er erkennt und korrigiert Speicherfehler automatisch, was die Integrität langfristig gespeicherter Daten deutlich erhöht – ein wichtiges Argument für Archivierungs‑ und Backup‑Szenarien.
UGREEN hat das hauseigene Betriebssystem UGOS weiterentwickelt. Neben einem übersichtlichen Web‑Dashboard bietet das System regelmäßige Updates, die neue Anwendungen und Verwaltungsfunktionen integrieren. Besonders hervorzuheben ist die Surveillance‑Center‑Applikation, die eine zentrale Verwaltung von kompatiblen IP‑Kameras ermöglicht, inklusive Live‑Ansicht, Aufzeichnung und Archivierung.
Preislich positioniert sich das DXP4800 GT bei 659,99 Euro, das DXP2800 GT bei 509,99 Euro. Zum Launch gibt UGREEN nach eigenen Angaben einen Einführungsrabatt von zehn Prozent, sodass die Einstiegshürde für ambitionierte Heimanwender relativ niedrig bleibt.
Die Marktreaktion auf die Ankündigung war bislang positiv. Fachportale wie ifun.de loben die Kombination aus hoher Rechenleistung und schneller Netzwerkverbindung, während Analysten aus dem Bereich Home‑Server‑Hardware betonen, dass die GT‑Serie die Lücke zwischen Einsteiger‑NAS und professionellen Enterprise‑Lösungen schließen könnte.
Auswirkungen auf den deutschen NAS‑Markt
Der deutsche Markt für Netzwerkspeicher ist in den letzten Jahren stark gewachsen, getrieben von steigenden Datenvolumina im Home‑Entertainment‑Bereich und dem zunehmenden Trend zum selbstgehosteten Smart‑Home. Mit dem Fokus auf 10‑Gigabit‑Konnektivität stellt UGREEN eine direkte Konkurrenz zu etablierten Marken wie Synology und QNAP dar, die bislang ihre Oberklasse‑Modelle eher mit 2,5‑ oder 5‑Gigabit‑Ports ausgerüstet haben.
Ein weiterer Vorteil ist die modulare Speicherarchitektur: Nutzer können teure NVMe‑SSDs für häufig genutzte Daten und gleichzeitig kostengünstige HDDs für Archivierung kombinieren. Dieses Konzept entspricht dem wachsenden Bedürfnis nach hybriden Speicherlösungen, bei denen Geschwindigkeit und Kapazität Hand in Hand gehen.
Für Unternehmen im Bereich Medienproduktion, die bislang auf dedizierte Workstations gesetzt haben, eröffnet die GT‑Serie die Möglichkeit, Rechenleistung und Speicherplatz in ein einziges, leicht zu verwaltendes Gerät zu konsolidieren. Das könnte zu einer Reduktion von Infrastrukturkosten und einer vereinfachten IT‑Administration führen.
Allerdings bleibt die Frage, wie die breite Akzeptanz von 10‑Gigabit‑Netzwerken in deutschen Haushalten voranschreitet. Während viele moderne Router bereits 2,5‑Gigabit‑Ports anbieten, ist die Verfügbarkeit von 10‑Gigabit‑Switches und entsprechenden Netzwerkkarten noch nicht flächendeckend. UGREEN setzt daher auf ein Early‑Adopter‑Segment, das bereit ist, in die notwendige Infrastruktur zu investieren.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass UGREEN mit der GT‑Serie einen klaren Schritt in Richtung höherer Leistungsfähigkeit und größerer Flexibilität macht. Die Kombination aus Ryzen‑CPU, Dual‑10‑GbE und ECC‑RAM spricht sowohl Power‑User als auch kleine Unternehmen an, die ihre Daten lokal, aber mit Unternehmens‑Standard sichern wollen.
Ob sich das Angebot langfristig als Marktführer etablieren kann, hängt von der weiteren Verbreitung schneller Netzwerkstandards und der Bereitschaft der Nutzer ab, in hochwertige Speicherlösungen zu investieren. Für jetzt jedoch bietet die GT‑Serie ein überzeugendes Paket, das das Portfolio von UGREEN deutlich aufwertet und die Messlatte für kommende NAS‑Entwicklungen höher legt.





